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am 21. Juni

Fahrplan für Pariser Klimaziele fix

Die Redaktion - Der Fahrplan für die Umsetzung der Pariser Klimaziele bis zum Jahr 2030 steht. Der ganz große Wurf ist das jedoch nicht.

​Die Vertreterinnen und Vertreter des Europäischen Parlaments, des Rats und der Europäischen Kommission haben sich auf die „Energy Governance“-Verordnung geeinigt.​ Die Verordnung gehört zum Energiepaket der Europäischen Kommission. Zusammengefasst steht Folgendes drin:

  • ​Der Anteil Erneuerbarer Energien wird ab dem Jahr 2020 von 18 auf 65 Prozent im Jahr 2027 steigen. 
  • Ein CO2-Haushalt wird zukünftig den Ausstoß von CO2 begrenzen. 
  • Alle EU-Länder müssen in nationalen Aktionsplänen verdeutlichen, wie sie die globale Erwärmung auf deutlich unter 2°C halten und Energiearmut bekämpfen wollen. 


wo bleibt die CO2-freie Wirtschaft?

Klingt zunächst nicht schlecht. Doch leider wurde keine Einigung über eine CO2-freie Wirtschaft bis zum Jahr 2050 erreicht. Claude Turmes, Berichterstatter und energiepolitischer Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion, kommentiert:

„Wir haben einen Fahrplan für deutlich mehr saubere Energie. Mit mehr sauberer Energie kommen wir der Europäischen Energieunion einen Schritt näher. Ein CO2-Haushalt gibt erstmals klare Regeln für den Ausstoß von CO2 vor. Wer über seine CO2-Verhältnisse lebt, muss mehr für die Förderung sauberer Energie tun. Die EU-Regierungen verpflichten sich auf Aktionspläne, um die globale Erwärmung massiv zu begrenzen und klare Ziele einzuhalten. Es ist ein großer Erfolg für die Grünen/EFA-Fraktion, dass die EU-Regierungen zukünftig Energiearmut angehen müssen. Die EU-Regierungen dürfen nicht hinnehmen, dass Menschen das Geld für die Heizkosten fehlt."

"KEIN GROSSER SCHRITt

Allerdings vermisst Turmes den großen Schritt: "Die EU-Regierungen haben sich nur auf das vage Ziel einer Wirtschaft ohne CO2 eingelassen. Wir müssen die Überprüfung der Instrumente für mehr Klimaschutz im Jahr 2023 nutzen, um die EU-Regierungen auf mehr Einsatz für den Klimaschutz zu drängen."

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